Synagoge Laufersweiler - Ein Lern- und Gedenkort

Synagoge Laufersweiler

In den Jahren 1910/11 entstand eine stattliche zweigeschossige Synagoge in der Kirchgasse, in unmittelbarer Nachbarschaft zur katholischen Kirche. Für die jüdische Gemeinde war die Verwirklichung dieses Projektes auch Ausdruck ihres Zukunftsoptimismus, hier in Laufersweiler endlich eine Heimat gefunden zu haben und Teil der deutschen Gesellschaft geworden zu sein. In der Pogromnacht im November 1938 wurde die Synagoge verwüstet und geriet danach viele Jahrzehnte in Vergessenheit. 1955 erwarb die Ortsgemeinde Laufersweiler das Gebäude und baute es zunächst für gemeindliche Zwecke (Schulsaal, Wäscherei und Gefrieranlage) um.

1985 entschloss sich die Gemeinde zu einer umfangreichen Sanierung des Gebäudes. Die Renovierungsarbeiten erfolgten in den Jahren 1986/87. Im November 1988 wurde im Erdgeschoss die Dauerausstellung "Sie gehörten zu uns" eröffnet. Das Gestaltungskonzept sieht den Aufbau eines Museums für jüdische Geschichte des Hunsrücks vor. Das Kernstück der Ausstellung bildet jedoch die jüdische Gemeinde Laufersweiler. An ihr wird beispielhaft die Entwicklung und der Untergang der jüdischen Bevölkerung im Hunsrück dargestellt. Die Gedenkstätte in Laufersweiler hat zum Ziel, eine kritische Auseinandersetzung mit der regionalen Geschichte zu ermöglichen und dem Vergessen entgegenzuwirken. Die Ausstellung umfassdt 28 Stelltafeln und vier Glasvitrinen mit z.T. historischen Exponaten. Der Ausstellungsraum bietet darüber hinaus auch Möglichkeiten für kulturelle Veranstaltungen

Weitere Infos unter: http://synagoge-laufersweiler.de