Schiefertour
| Länge | Auf eigener Route | Auf klassifiz. Straßen | Höhe | Schwierigkeitsgrad |
|---|---|---|---|---|
| 33 km | 25 km | 8 km | 460 m | schwer |
Charakteristik und Eignung
Lange galt der Hunsrück als "bettelarm und steinreich". Vor allem Schiefer als landschaftsprägendes Gestein ragt überall hoch empor. An nichts ist der Hunsrück so (stein-) reich wie am schwarz-blauen Schiefer. Immerhin war seine Gewinnung früher ein wichtiger Broterwerb, zumal in der Region Lützelsoon-Nahe, wo er in hochwertigster Qualität mühevoll aus tiefen Gruben heraufgeschafft wurde.
Start
Marktplatz, Kirchberg
Verlauf
Von Kirchberg nach Dickenschied rollt es auf dem Radweg von alleine bis zum Friedhof. Nach rechts wird über die Raiffeisenstrasse zur Lindenschieder Strasse gefahren, wo wir rechts abbiegen, dann gleich links zur alten Römerstraße kommen, die in dem Zufahrtsweg zur Schiefergrube "Allere" rechts abgebogen wird. Nach 500 m bezeugen alte Gebäude und allenthalben deutliche Abraumhalden von langer Schiefergewinnung im Inneren des Berges.
Der Waldweg führt weiter talwärts bis zum Kyrbach und an diesem entlang auf der L 185 linksum nach Hausen. Am Ortseingang links halten zur Kläranlage, an dieser kurz rechts auf die Straße nach Rhaunen und gleich wieder links über die Hahnenbachbrücke in einen Wirtschaftsweg, der anfangs geteert und später als fester Waldweg beständig aufwärts führt nach Bundenbach.
Hier gibt's an der Besuchergrube Herrenberg Informationen aus erster Hand über den mühevollen Schieferabbau unter Tage und über den Fossilienreichtum dieser etliche hundert Millionen Jahre alten Gesteine. Wenige Minuten entfernt, lädt die wieder aufgebaute Keltensiedlung mit kleinem Museum dazu ein, die Wohn- und Lebensweise vor 2000 Jahren kennen zu lernen. Gleichzeitig bietet sich ein herrlicher Blick auf die größte Burgruine im Hunsrück, die Schmidtburg, die von hier aus in 1/2 Stunde zu Fuß gut zu erreichen ist.
Nach Hausen geht es auf gleichem Weg zurück - diesmal allerdings mit herrlichem Talfahrterlebnis! Bis Woppenroth ist der langsam ansteigenden L 162 zu folgen, in der Ortsmitte links halten und immer weiter ansteigend auf Teerweg aus dem Ort hinaus zum Galgenhügel und auf dem alten Römerweg (ab hier als fester Feldweg) stets geradeaus, über die Straße Lindenschied - Dickenschied hinweg weiter durch den Wald, bald rechtsum auf eine ehemalige Militär-Teerstraße, und noch einmal links in den Wald zwischen Hügelgräbern hindurch bis zur L 185, die rechtsum zum Radweg und nach Kirchberg zurückführt.
Sehenswertes
Dickenschied, Reste Schiefergrube "Allere". Dreier-Highlight Bundenbach mit Schiefergrube Herrenberg, Keltensiedlung sowie Schmidtburg, "Schabbach" Woppenroth.
Einkehren
Kirchberg, Dickenschied, Hausen, Bundenbach, Woppenroth.
Wegebeschaffenheit
Wenige km klassifizierte Straße, ansonsten Wirtschaftswege mit zur Hälfte asphaltierter Oberfläche, und Hälfte wassergebunden mit mitunter grober oder nasser Oberfläche.