Ortsgemeinden Reckershausen und Wahlenau in der Kategorie "Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung" in Landau ausgezeichnet
In einer Feierstunde in der Jugendstil-Festhalle in Landau nahm Innenminister Karl Peter Bruch persönlich die Preisverleihung vor. In der Kategorie „Jugend“ erhielt die Ortsgemeinde Wahlenau einen mit 1000 Euro dotierten und in der Kategorie „Gemeinden“ die Ortsgemeinde Reckershausen den mit 2000 Euro dotierten 3. Preis. Für beide Gemeinden haben Kinder und Jugendliche die Auszeichnung entgegen genommen. Die 1. Beigeordneten von Kreis und Verbandsgemeinde, die Herren Reinhard Klauer und Wolfgang Wagner, waren zur Unterstützung der beiden Ge-meindevertretungen mit nach Landau gereist.
Die Jugendstil-Festhalle in Landau bietet jährlich den feierlichen Rahmen für die Preisverleihung „Kinder und jugendfreundliche Dorferneuerung“. So auch in diesem Jahr, in dem die Verbandsgemeinde Kirchberg gleich durch zwei Gemeinden vertreten wurde.

Die Jugend der Ortsgemeinde Wahlenau wurde in der Kategorie „Jugendpreis“ geehrt für ihr beispielhaftes Engagement, Erhaltung von Tradition und aktive Mitgestaltung des Ortes. Die Jugendgruppe erweckt alte Bräuche, wie zum Beispiel das Eierrollen, wieder zum Leben. Mit einer Dorfmesse auf dem alten Schulhof hat sie den erstaunten Einwohnern die Vielzahl der Aktivitäten und Dienstleistungen vorgeführt, die im Ort erbracht werden. Gemeinschaftsfördernd sind auch die Spielnachmittage, an denen Eltern abwechselnd mit Kindern spielen, um sich gegenseitig zu entlasten.

Die Ortsgemeinde Reckershausen, die bereits 2006 in derselben Kategorie den 1. Preis erhalten hatte, wurde aufgrund der Vielzahl ihrer Aktivitäten mit und für Kinder und Jugendliche, der weiteren Angebote auf dem naturnahen Spielplatz und der Einbeziehung aller Generationen mit dem 3. Preis der Kategorie „Gemeindepreis“ geehrt. Mit ihrem Auftritt konnte die Breakdance-Gruppe BÄM den Anwesenden verdeutlichen, wie viel Bewegung es in Reckershausen gibt. Mit einer Einladung an Innenminister Karl Peter Bruch, sich die Arbeiten im Ort und die Verwendung des Geldpreises in Reckershausen anzusehen, bedankte sich die Ortsgemeinde für die Ehrung.
80 Gemeinden haben am Wettbewerb teilgenommen, davon waren 20 von der Jury ausgewählt und von Innenminister Karl Peter Bruch eingeladen und geehrt worden. Kinder und Jungendliche bildeten dem Motto entsprechend die größte Zuschauergruppe. Dennoch staunte die Moderatorin Dorothee Eisinger mehrmals, wie aufmerksam und leise die junge Schar an der Veranstaltung teilnahm. Sie ging einige Male ins Publikum und übergab Kindern das Mikrofon für die Ansage. Auf der Bühne bekamen die jüngsten aus den Preisträgergruppen das Wort, Innenminister Karl Peter Bruch begab sich auf Augenhöhe mit den Kindern und Jugendlichen, wenn er ihnen die Urkunden übergab. Denn sie seien die „Hauptpersonen des Tages“, so betonte der Minister in seiner bewusst kindgerecht kurz gehaltenen Festrede.
Die Freude über die Ehrung des eigenen Orts ist natürlich und riesig. Groß ist auch die Anerkennung für viele der anderen Projekte. So konnte jeder Teilnehmer viele Anregungen mit nach Hause nehmen. Manche der dargestellten Aktivitäten waren zwar sehr ortsspezifisch, ihre Vielfalt jedoch fantasieanregend. Wer hat neue Ideen? Unsere Orte können nur gewinnen, mit oder ohne Auszeichnung und Preis. Auf jeden Fall gilt aber: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb.
Veröffentlichungsdatum: 12.11.2009 14:53
