Ortsgemeinde Hahn

Am Lautzer Weg 1, 56850 Hahn

Wappen von Hahn

Kirche HahnHahn wurde erstmals um 1120 in einem Urkundenbuch erwähnt. Auf der Gemarkung finden sich römische als auch fränkische Siedlungsspuren.

Der Ort besitzt die kleinste und zugleich zweitälteste Simultankirche im Rhein-Hunsrück-Kreis. Die Kirche liegt etwas abseits des Ortes in einem kleinen Wiesental. Der romanische Westturm entstand um 1370, er nutzte den Menschen damals auch als Schutz- und Fluchtturm. Chor und Langhaus wurden etwa 100 Jahre später an den Turm angefügt.

Die Gemeinde ist Namensgeber für den nur wenige hundert Meter entfernten Flughafen Frankfurt-Hahn. FlugzeugDer frühere Nato-Flugplatz wurde im Rahmen des Aufbaus der Nordatlantischen Verteidigungsorganisation im Jahr 1952 errichtet. Mehr als 14.000 Soldaten lebten mit ihren Angehörigen zu dieser Zeit auf dem Hunsrück. Nach Ende des "Kalten Krieges" verlor der Flugplatz seinen Sinn und wurde von den Amerikanern 1991 aufgegeben. 1993 wurde der Flughafen dann in einen zivilen Flugplatz umgewandelt und ist seither Standort von Fracht- und Passagierverkehr.

Wappenbeschreibung und -begründung

In Blau ein goldener Schrägrechtsbalken, belegt  mit einem schwarzen aufsteigenden Düsenjäger.
Vorne drei goldene Getreidehalme mit Ähren und Blättern, hinten gekreuzt ein goldener Hammer und ein goldener Schlägel.

Die immer noch aktive Landwirtschaft wird durch Getreidehalme und Ähren heraldisch ausgedrückt.
Der Abbau des Schiefergesteines aus den Gruben am Ort ist nicht nur ein Stück Vergangenheit, sondern wird heute wieder praktiziert. Daher die beiden Grubenhämmer als Symbol.
Ein Element der Gegenwart und der Zukunft ist der stilisierte Düsenjäger, da bei Hahn ein amerikanischer Luftwaffenstützpunkt liegt; für jeden Hunsrücker ist der Name "Hahn" quasi mit "Flugplatz" identisch.
Die Farben Blau und Gold als Hinweis auf die ehemalige vordere Grafschaft Sponheim.

Statistische Daten

Einwohner 188
Gemarkung 529 ha (davon 98 ha Wald)
Gemeindeart Wohngemeinde mit ländlichem Charakter
Erste urkundliche Erwähnung 1120