Ortsgemeinde Kappel

Eschwieser Straße 12, 55483 Kappel

Wappen von Kappel

Museum

Die erste urkundliche Erwähnung Kappels erfolgte 1091 in einer Schenkung Kaiser Heinrich III. an das Hochstift Speyer.

Mehrere römische Landsiedlungen lagen südlich und östlich des Ortes, weswegen man annimmt, dass der Ort wesentlich älter ist.

Kappel liegt an einer Kreuzung zweier wichtiger Straßen, der Hunsrückhöhenstraße und der Straße von Kirn an der Nahe zur Mosel nach Zell. Beide Straßen gehen auf römisch und keltische Wegeverbindungen zurück.

Der Turm der evangelischen Kirche ist im Untergeschoss möglicherweise noch romanisch. Das Langhaus wurde 1747 neu erbaut, der Turm erhielt eine Barockform. Die Glocken stammen von 1779. Die Kirche war von ihrer Erbauung ab bis 1899 eine Simultankirche.

Die katholische Kirche wurde 1898/99 in neugotischem Stil nach den Plänen des Kölner Architekten Eduard Endler errichtet. In der Kirche befindet sich ein Steinrelief aus dem 17. Jahrhundert, das die Grablegung Christi darstellt.

In der Kastellauner Straße steht ein sehenswertes Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, das Heimathaus "Krone". Die fast 200 Jahre betriebene Gaststätte beherbergt heute ein kleines Museum. Die Besucher bekommen einen Einblick in die baulichen, sozialen und wirtschaftlichen Lebensverhältnisse auf dem Land im 19. Jahrhundert mit teilweise originalen Möbeln aus der Zeit um 1890-1920.

Wappenbeschreibung

Über blau-gold geschachtem Schildfuß in Silber eine schwarze Kapelle.

Der Schildfuß verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur vorderen Grafschaft Sponheim.
Die Kapelle nimmt Bezug zur Gemeinde und deutet redend den Ortsnamen.

Statistische Daten

Einwohner 478
Gemarkung 1.241 ha (davon 613 ha Wald)
Gemeindeart Wohngemeinde
Erste urkundliche Erwähnung 1091
Örtliche Industrie Eigenes Gewerbegebiet
Örtliche Einrichtungen Kindergarten