Ortsgemeinde Laufersweiler

Provinzialstraße 4, 55487 Laufersweiler

Wappen von Laufersweiler

Erste Siedlungsspuren auf der Gemarkung von Laufersweiler sind in der Bronze- und Hallstattzeit (1800-600 v. Chr.) zu datieren. Laufersweiler wurde erstmals 1283 urkundlich erwähnt und gehörte zum Hochgericht Rhaunen.

Die Katholische Kirche wurde 1842 erbaut, aufgrund dessen, dass die Vorgängerkirche 1839 durch einen Brand zerstört wurde.

altes Rathaus und katholische KircheDas ehemalige Rahaus "Auf der Linde" steht in direkter Nähe zu der Kirche. Das Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert. Ein sehr markanter Vorbau auf der Nordostseite diente in früherer Zeit dem "fahrenden Volk" als Unterstand. Über dem Satteldach erhebt sich der Glockenstuhl mit der alten Dorfglocke von 1841. Die Gemeinde nutzte das Gebäude als Spritzenhaus, Gefängnis und Backhaus. Heute wird das alte Rathaus für Familienfeierlichkeiten und als Versammlungsraum genutzt.

Synagoge

In Laufersweiler befindet sich die einzige noch erhaltene Synagoge des Rhein-Hunsrück-Kreises. Seit dem 18. Jahrhundert ist für Laufersweiler eine jüdische Gemeinde nachweisbar. Erstmals bezeugt ist eine Synagoge im Jahre 1825. Diese wurde in der Progromnacht am 09. November 1938 innen völlig zerstört, aber wegen der hohen Brandgefahr für die umliegenden Anwesen nicht angezündet. 1955 erwarb die Gemeinde das Grundstück. Die Synagoge wurde im April 1985 unter Denkmalschutz gestellt. 1986 erfolgten umfangreiche Restaurierungsarbeiten.

Im Gedenkraum des Erdgeschosses hat der "Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V." ein Museum für jüdische Geschichte des Hunsrücks mit einer umfangreichen Dokumentensammlung und einer Dauerausstellung eingerichtet. Besichtigungen und Führungen sind nach vorheriger Absprache mit der Verbandsgemeindeverwaltung Kirchberg (Tel. 06763/9100) jederzeit möglich.

Wappenbeschreibung und -begründung

In geteiltem Schild oben in Silber ein rotes Balkenkreuz, unten in Schwarz eine silberne Schnalle.

Die obere Schildhälfte verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zu Kur-Trier.
Die untere Schildhälfte nimmt Bezug zu dem Wappen Schenk von Schmidtburg.

Statistische Daten

Einwohner 839
Gemarkung 679 ha (davon 246 ha Wald)
Gemeindeart Anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde
Erste urkundliche Erwähnung 1283
Örtliche Industrie Eigenes Gewerbegebiet
Örtliche Einrichtungen Kindergarten, Bürgerhalle