Ortsgemeinde Lindenschied

Hauptstraße 5, 55481 Lindenschied

Wappen von Lindenschied

(0 67 63) 30 94 44

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Ortslage LindenschiedLindenschied wurde erstmals 1086 urkundlich erwähnt. Der Ort lag bis in die jüngere Geschichte hinein stets im Grenzbereich verschiedener Territorien. Streitigkeiten um Grenzen und Rechte zwischen Wild- und Rheingrafen und den Sponheimer blieben nicht aus. So musste Erzbischof Gerlach von Mainz 1354 einen Streit zwischen Walraum, Graf von Sponheim und dem Ritter Heinrich Schetzel von Lorch schlichten.

Bereits im Mittelalter gehörte Lindenschied zur Pfarrei Hausen. Die heutige evangelische Kapelle, um die Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut, war bis 1908 simultan und wurde dann den evangelischen Einwohnern überlassen. Es ist ein einfacher Bruchsteinbau mit dreiseitigem Chorschluss.

1908/09 wurde die katholische Herz-Jesu-Kapelle nach den Bauplänen des Kölner Architekten Eduard Endler auf der Südseite des Ortes errichtet.

Früher gab es im südöstlichen Gemarkungsteil zu Dickenschied hin mehrere Schiefergruben, in denen der traditionelle Dachschiefer abgebaut und verarbeitet wurde.

Wappenbeschreibung und -begründung

In gespaltenem Schild vorne in blau oben ein silbernes Lindenblatt, darunter schräggekreuzt ein silberner Hammer und Schlägel, hinten in Gold ein blaubewehrter und gezungter roter Löwe.

Das Lindenblatt deutet redend den Ortsnamen Lindenschied an.
Hammer und Schlägel versinnbildlichen den früher im Gemeindebezirk betriebenen Schieferbau.
Der hintere Schildteil verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Wildgrafschaft, Hochgericht Rhaunen.

Statistische Daten

Einwohner 202
Gemarkung 317 ha (davon 75 ha Wald)
Gemeindeart Wohngemeinde mit Landwirtschaft und Fremdenverkehr
Erste urkundliche Erwähnung 1086