Ortsgemeinde Maitzborn

Hauptstraße 23, 55481 Maitzborn

Wappen von Maitzborn

(0 67 63) 93 99 78

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GemeindehausMaitzborn wurde vermutlich in fränkischer Zeit besiedelt. Im östlichen Bereich der Gemarkung, insbesondere im Staatswald Hallschied, liegen drei Grabhügelgruppen mit mehr als 40 Gräbern. Erstmal urkundlich erwähnt wurde der Ort in einer sponheimischen Urkunde aus dem Jahr 1304.

Im 18. und 19. Jahrhundert werden vier Mühlen in Maitzborn erwähnt: die Heydersmühle, die Gesellschaftsmühle und die Hütwohlsmühle. Zuletzt noch eine Knochenmühle, welche einstmals dort stand wo seit 1957 der Theresienhof steht.

Maitzborn war über die Jahrhunderte ein Ort, welcher sehr landwirtschaftlich geprägt war. Heute gibt es immer noch drei Vollerwerbslandwirte.

TheisenhofIn unserer Zeit hat Maitzborn Filmgeschichte geschrieben. So diente ein Feldweg bei Maitzborn als Ortseinfahrt bzw. Ausfahrt nach "Schabbach" in dem Film "Heimat". Alte Telegrafenmasten mit den Porzellanisolatoren wurden eigens für die Filmarbeiten aufgebaut. Hier entstanden einige der wichtigsten Szenen des Films.

Wappenbeschreibung und -begründung

Unten in zwei Reihen Blau/Gold geschachtetem Schildhaupt rote Schrägleiste in Gold,
begleitet oben von einer roten Garbe, unten von einem roten Brunnen.

Maßgebend für die Wappengestaltung sind die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde und ihre reale Namensentstehung. Die Grundfläche zeigt die historischen Landesfarben.
Das Blau-Gold, Schach im Schildhaupt, deutet auf das Gräflich-Vorder-Sponheimische Wappen bis zum 15.Jahrhundert. Vom 15.Jahrhundert bis 1708 bestand gemeinsame Kurpfälzische, Herzöglich Pfalz-Simmersche und Markgräfliche Badische Verwaltung.
Rot-Gold im Wappenschild verweist auf das Markgräflich Badische Wappen.
Zugehörigkeit zu Baden besteht von 1708 bis 1794.
Im badischen Teil des Wappenschildes rechts ist ein Brunnen als Symbol für die einst in der Gemeinde vorhandenen Hofbrunnen, die den Ortsnamen mit prägten.
Links ist eine Getreidegarbe als Symbol für den wichtigen landwirtschaftlichen Berufsstand der Gemeinde.
Vom Badischen Wappen sind noch Rudimente im Dorfwald erhalten.

Statistische Daten

Einwohner 115
Gemarkung 315 ha (davon 112 ha Wald)
Gemeindeart Überwiegend Landwirtschaft
Erste urkundliche Erwähnung 1304