Ortsgemeinde Niederweiler

Aufm Rech 44, 55491 Niederweiler

Wappen von Niederweiler

Niederweiler wurde erstmals 1279 urkundlich erwähnt.

Eine größere Anzahl von vorgeschichtlichen und römischen Grabhügeln befinden sich an der Ausoniusstraße. In einem der Hügelgräber fand man Reste einer Wagenbestattung aus der Hallstattzeit (600-500 v. Chr.). Wahrscheinlich war es die Grabstätte eines keltischen Fürsten. Im Hügel befand sich ebenfalls eine römische Nachbestattung aus späterer Zeit.

Außerdem wurde dort 1926 ein römisches Bauwerk, offenbar ein Grabmonument, auf mächtigem Fundament aus dem 2. Jahrh. mit Balustradeneinfassung freigelegt. Die Ausgrabungsergebnisse befinden sich heute teilweise im Bonner Landesmuseum.

Die kath. Kapelle (St. Bartholomaei), ein Neubau von 1914-1919, hatte zwei Vorgängerbauten. Eine im 17. Jahrhundert erwähnte Kirche wurde 1836 abgebrochen. 1864 entstand eine neue Kapelle, die durch den jetzigen Bau ersetzt wurde.

Wappenbeschreibung und -begründung

In Rot eine eingeschweifte, von Blau und Gold geschachte Spitze; rechts eine silberne Urne,
links zwei schräggekreuzte goldene Ähren.

Die silberne Urne weist auf richtigkeltische Ausgrabungsfunde in der Gemarkung Niederweiler hin.
Die goldenen Ähren stehen für die überwiegend landwirtschaftliche Struktur der Ortsgemeinde.
Das blau/goldene Schach deutet auf die ehemalige Zugehörigkeit zu Grafschaft Sponheim.

Statistische Daten

Einwohner 393
Gemarkung 481 ha (davon 155 ha Wald)
Gemeindeart Wohngemeinde mit Landwirtschaft
Erste urkundliche Erwähnung 1279