Ortsgemeinde Rödelhausen

Lenzgraben 18, 56858 Rödelhausen

Wappen von Rödelhausen

(0 65 43) 50 10 28

(0 65 43) 86 40 127

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Kapelle/ GemeindehausDer Ort Rödelhausen wird erstmals erwähnt in einem Zinsregister der Grafen von Sponheim, das Historiker in die Zeit um 1330-1335 einordnen. In diesem Register werden die Güter der Grafen von Sponheim aufgeführt, die u.a. von Rödelhausen Zinsen und Getreideabgaben beziehen dürfen.

Aus dem Namen Rödelhausen kann gefolgert werden, dass die Ortsgründung in die Zeit des 11.-12. Jahrhunderts fiel.

Ein Kulturdenkmal ist die 1747 erbaute katholische Bartholomäuskapelle. Der Altar im Inneren besteht aus Holz und bildet ein von zwei geschnitzten Flügeln eingefasstes Rundbogenfeld mit der Figur des heiligen Bartholomäus. Anstelle des Kreuzes, das den Altar krönt, soll sich früher eine Marienfigur mit der Jahreszahl 1734 befunden haben. Dies könnte ein noch höheres Alter der Kapelle beweisen.

Noch älter ist vermutlich der unter gesetzlichem Schutz stehende, weithin sichtbare Baum am Fußweg nach Löffelschied. Es handelt sich um eine etwa 350 Jahre alte Sommereiche.

Die am östlichen Dorfrand gelegene Sandgrube, gennant "Sandkaul", ist eine geologische Besonderheit. Aus den abgelagerten Sanden, die mit hellen Quarzkieseln durchsetzt sind, lässt sich schließen, dass sie aus dem erdgeschichtlichen Zeitalter des Tertiär stammen, also um die 60 Millionen Jahre alt sind. Das Kies-Sand-Gemisch wurde jahrzehntelang abgebaut.

Wappenbeschreibung und -begründung

In Gold ein roter Schrägrechtsbalken, belegt mit drei silbernen Quadraten ,
vorn ein blaues, rotgegrifftes Hackmesser, hinten eine blaue Urne.

Der rote Balken in Gold im Ortswappen weist auf die territoriale Zugehörigkeit von Rödelhausen auf den Landesherren, die Markgrafen von Baden (Oberamt Kirchberg) hin, Quadrate auf deren Vorgänger, die Grafen von Sponheim, Vordere Grafschaft. Das Messer ist das Attribut des Heiligen Bartholomäus, dem die katholische Kapelle des Dorfes geweiht ist. Die Urne nimmt Bezug auf den Fund aus einem späthallstattzeitlichen Grabhügel.

Statistische Daten

Einwohner 143
Gemarkung 256 ha (davon 82 ha Wald)
Gemeindeart Ländliche Gemeinde
Erste urkundliche Erwähnung 1330