Ortsgemeinde Rohrbach

Hauptstraße 28, 55490 Rohrbach

Wappen von Rohrbach

(0 67 65) 96 00 14

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OrtslageErstmals erwähnt wird der Ort im Jahre 1317 in der Stiftungsurkunde des Kirchberger Pfarrers Emich von Sponheim.

Einer Eintragung im Lagerbuch der evangelischen Pfarrerei Dickenschied aus dem späten 19. Jahrhundert zufolge wurde die evangelische Kirche 1791 von 18 evangelischen und zwei katholischen Bürgern für "1000 Franken" erbaut. Die Katholiken hatten das Recht, in der Rohrbacher Kirche zu taufen und die Kirche bei Begräbnissen zu benutzen. Es ist eine frühklassizistische Saalkirche mit dreiseitigem Altarraum und einem Dachreiter. Im Dorf gibt es einige verschieferte Fachwerkbauten.

Rohrbach war ein sehr landwirtschaftlich geprägter Ort. Auch heute gibt es noch ein paar Betriebe, aber längst nicht mehr so viele wie einst.

1958 wurde in Rohrbach der Film "Schinderhannes" unter der Regie von Helmut Käutner gedreht; viele Rohrbacher haben in dem Film mitgespielt. Etwa 20 Jahre später entstanden Aufnahmen für die Heimat-Trilogie von Edgar Reitz in Rohrbach.

Wappenbeschreibung und -begründung

Gespalten, vorne in Gold ein roter Schrägbalken, hinten in Blau ein schräglinker silberner Wellenbalken,
daraus wachsend zwei goldene Rohrkolben mit Blättern.

Rohrbach ist bereits in seiner ersten urkundlichen Erwähnung 1317 Bestandteil der Grafschaft Sponheim und der Großpfarrei Kirchberg. Nach dem Aussterben der Grafen von Sponheim 1437 kam es an die Erben, die Grafen von Veldenz und die Markgrafen von Baden. Das Erbe der Veldenzer kam durch Heirat an die Pfalzgrafen von
Simmern-Zweibrücken. Bis 1707 verwalteten die Pfalzgrafen und die Markgrafen die Grafschaft gemeinsam.
Dann wurden die Markgrafen von Baden die alleinigen Besitzer des Oberamts Kirchberg und damit auch die Landesherren von Rohrbach. Der rote Schrägbalken in Gold weist auf die Markgrafen von Baden. Der hintere Schildteil deutet redend den Ortsnamen, dessen Schreibweise in der jetzigen Form bereits im 14.Jahrhundert vorkommt.

Statistische Daten

Einwohner 184
Gemarkung 377 ha (davon 78 ha Wald)
Gemeindeart Überwiegend Landwirtschaft
Erste urkundliche Erwähnung 1317