Ortsgemeinde Schwarzen

Mühlenweg 12, 55481 Schwarzen

Wappen von Schwarzen

GemeindehausSchwarzen ist heute ein reines Wohndorf mit einigen stilvoll renovierten Fachwerkhäusern. Erstmalig erwähnt wurde der Ort 1259 in einer Urkunde des Wildgrafen Konrad und des Grafen Gerlach von Veldenz. Die Herren einigten sich über ein "Allod" zu Schwarzen. Ein "Allod" war im Mittelalter ein Besitz, über den man frei verfügen durfte. Im Gegensatz dazu durfte man ein Lehen nur nutzen, nicht jedoch veräußern oder verschenken.

Im Wald bei Schwarzen befinden sich, wie in vielen anderen Hunsrückdörfern auch, mindestens 13 vorgeschichtliche Hügelgräber.

Der Ortskern mit Gemeindehaus, Brunnen, Spielplatz und Feuerwehrhaus bildet den Mittelpunkt des Dorfes, an dem man sich gerne trifft. Gepflegte Häuser und Scheunen brachten zusammen mit ordentlicher Grüngestaltung 1998 den Titel "Schönstes Dorf im Rhein-Hunsrück-Kreis".

Wappenbeschreibung und -begründung

Gespalten durch eingeschweifte silberne Spitze, belegt mit einem blauen, rotbewehrt und -bezungten Löwen, vorn in Rot eine goldene Glocke, hinten in Grün ein goldener Pflug.

Der Löwe weist auf die Grafen von Veldenz hin, die 1257 bereits Allodialbesitz im Dorf besaßen, der im 15. Jahrhundert an die Grafen von Sponheim überging. Die Glocke nimmt Bezug auf eine im Volksmund überlieferte Sage, nach der Mönche des Klosters von Schwarzen im Dreißigjährigen Krieg die Glocken im Brunnen versenkten, um sie vor dem Zugriff des Kriegsvolkes zu schützen. Der Pflug erinnert an die Landwirtschaft, die durch Jahrhunderte der bestimmende Wirtschaftszweig von Schwarzen war.

Statistische Daten

Einwohner 129
Gemarkung 388 ha (davon 168 ha Wald)
Gemeindeart Wohngemeinde mit landwirtschaftlichem Charakter
Erste urkundliche Erwähnung 1259