Nieder Kostenz

Ortsgemeinde Nieder Kostenz


Ausgrabungen weisen auf eine frühe römische Siedlung südlich des Dorfes, zwischen dem Dorf und der Straße Kirchberg-Sohren hin. Dort wurden mehrere Reihen von Fundamenten kleinerer Häuser und eine Wasserleitung aufgedeckt. An gleicher Stelle befanden sich Keramikscherben und römische Ziegel. Erstmalig erwähnt wird Nieder Kostenz im Jahr 1310 in einer Urkunde der Grafen von Sponheim.

Die Lage des Ortes am Bach erlaubt die Nutzung von Wasserkraft für den Betrieb von Mühlen. Vor 1900 gab es 5 Mühlen in der Nähe des Dorfes. Die älteste Erwähnung dieser Mühlen stammt aus den Jahren 1430-1435. Es handelte sich nicht nur um Getreidemahlmühlen, sondern auch um eine Sägemühle, eine Ölmühle und eine Graupenmühle.

Nieder Kostenz war ein Haltepunkt der stillgelegten Hunsrückbahn Langenlonsheim-Hermeskeil. Zeugnis dieser Bahnverbindung ist die imposante Brücke südlich des Ortes. Sie entstand 1902. Bis 1960 verkehrten auf der Bahnstrecke nur Dampfloks. In den sechziger Jahren waren Schienenbusse im Einsatz, 1976 wurde der Personenverkehr ganz eingestellt.

Die kath. Kapelle ist ein einfaches anspruchsloses Bauwerk von 1752 mit Portalvorhalle, Dachreiter und Ausstattungen des 17. und 18. Jahrhunderts. Bei der Erneuerung des Fußbodens wurde eine Steinsetzung aus Quarzitgestein und Grauwacken, versetzt mit Lehm-Schiefersplitt und vereinzelten Ziegelstücken vorgefunden, die auf eine ältere Baustruktur hinweisen, festgestellt.

Weitere Informationen: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz